
In den Chansons de Bilitis geht es um junge Frauen, die die Erotik ihrer Körper entdecken: Hirtinnen und Kurtisanen in antiken griechischen Städten sind die Protagonistinnen der Chansons de Bilitis. Die Textvorlage stammt von einem Zeitgenossen Debussys und ahmt antike Dichtung so perfekt nach, dass ihm selbst Antikenkenner glaubten, er habe hier originale Verse der pamphylischen Hirtin, Priesterin und Kurtisane Bilitis aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. aus dem Altgriechischen ins Französische übertragen.
Debussys Musik zu diesen geheimnisvollen Texten ist sehr mystisch und feiert die Erotik und Liebe zwischen Frauen. In Debussys Musik stehen Querflöte und Harfe ganz besonders stark für die mythische Natur (und das Mysteriöse). Diese Instrumente sind für ihn Träger einer Ästhetik, die er „correspondence mystérieuse de la nature et de l’imagination“, geheimnisvolle Korrespondenz zwischen Natur und Einbildungskraft, nannte. Die Chansons de Bilitis hat Debussy im Original für zwei Flöten und Harfe geschrieben. Daneben wird eine Komposition des Augsburger Komponisten und Jazzpianisten Tom Jahn zu hören sein, die er eigens zur Kunstnacht für das Trio Tinnabuli erdacht hat.
Trio Tinnabuli: Lisa Batzer (Querflöte), Angelika Man (Querflöte, Altflöte), Stefanie Polifka (Harfe)
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